Die zu einigem Ruhm gelangte Schnittästhetik des Musikvideos, die
schnelle Schnittabfolge und der auffällige "Attraktionsschnitt", hat der
Wahrnehmung von Schnitt und Montage einigen Vorschub geleistet. Schneller, rhythmischer
und damit auffälliger Schnitt prägte, so klingt es aus Soziologenmunde, eine ganze
Generation. Die Kunstfertigkeit des Schnitts wurde augenscheinlicher und übertrug sich
schnell auch in fiktionale Filmwelten, wo er in Kritiken dann gerne als
"dynamisch" anerkennend zur Kenntnis genommen wird. Hat die Clipästhetik des
Musikvideos tatsächlich maßgeblichen Einfluß auf die Stellung des Filmschnitts in der
Öffentlichkeit genommen? Haben sich Sehgewohnheiten und damit auch durchschnittliche
Schnittfrequenzen aus der Clipästhetik heraus im Spielfilm verändert? Zusammenhänge und
Überschneidungen von der Ästhetik der Musikbranche und dem Filmgeschäft als stets
aktuelles und vielschichtiges Gesprächsthema. Teilnehmer
Mathilde Bonnefoy,
Hans Funck, Trevor Holland,
Christian Lonk, Rolf Peter Kahl, Martina
Matuschewski, Andrea
Mertens, Monika Schindler
Moderation
Benedict Neuenfels
Das Programm im Überblick | Kartenreservierung
| Pressebild
|